Wehberg Safety GmbH

Lüdenscheid

Die nachfolgend beschriebene Rubrik über Lüdenscheid soll in erster Linie dazu dienen, unseren Kunden in Deutschland, Europa, Amerika bis hin in China, Eindrücke über das Aussehen unserer Stadt, deren Tradition und Landschaft zu vermitteln, sofern man dieses mit wenigen Seiten imstande ist.

 

Moderne Industriestadt - von der Natur verwöhnt

Brunnen des Lüdenscheider Kunstschmieds K. T. Neumann auf dem Graf-Engelbert-Platz in der Altstadt.

 
 

Blick auf das frühere Amtshaus, in dem heute ein Teil des Museums untergebracht ist. Im Hintergrund die kath. Kirche St. Joseph und Medardus.

 

Lüdenscheid, wie Rom, auf sieben Hügeln erbaut, gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Gewerbelandschaften Deutschlands. Der Holzreichtum der Wälder, die reichlich vorhandene Wasserkraft und die Erzfunde begünstigten sehr früh den wirtschaftlichen Fortschritt der Region um Lüdenscheid. Schon im 14. Jahrhundert entstanden Drahtziehereien und Osemundschmieden an den Flussläufen in den Tälern um Lüdenscheid. Während in den Drahtziehereien Draht hergestellt wurde, fertigte man in Osemundschmieden Geräte für die Landwirtschaft, wie z.B. Hacken, Schüppen und Spaten an. Die Erzeugnisse wurden vielfach auch ins Ausland exportiert. Die Wirtschaft in Lüdenscheid wurde und wird von einer mittelständischen Unternehmerschaft getragen. Lüdenscheid war und ist reicht an Fabriken. Ideenreichtum, Anpassung an Marktnischen, Wendigkeit, schnelle Reaktion auf Marktveränderungen und Innovation zeichnen die Klein- und Mittelbetriebe in Lüdenscheid aus. Ausgehend von der metallverarbeitenden Industrie hat sich heute eine Branchenvielfalt entwickelt, die zu einer gelungenen Strukturauflockerung führte. Vor 150 Jahren prägte die Fertigung von Knöpfen, Schnallen und Orden das Stadtgebiet von Lüdenscheid. Außer in den Fabriken wurden diese Teile auch in Heimarbeit zu Hause weiterverarbeitet. Heute gehören die Kunststoffverarbeitung, die elektrotechnische Industrie, der Umweltschutz und die Umwelttechnik ebenso zum Bild der Lüdenscheider Industrie, wie andere Industriezweige, wie z.B. die Herstellung von Aluminiumprofilen für die Bauindustrie oder die Fabrikation von Bordnetz- und Lenksäulenmodulen, Schrauben und andere Zubehörteile für die nationale und internationale Automobilindustrie, sowie die Leuchtenindustrie. Seit Jahrzehnten profitieren die Lüdenscheider von den vorstehend genannten Industriezweigen, die aus dem Lüdenscheider Lebensbereich nicht mehr wegzudenken sind. Lüdenscheid ist eine „Weltstadt", weil ihre Produkte in alle Winkel der Welt exportiert werden. Da auch Lüdenscheid keine Billiglohnstadt ist, und die hier hergestellten Produkte vielfach zu teuer gefertigt werden, werden viele Unternehmen, bedingt durch nationalen und internationalen Konkurrenzdruck gezwungen, Sparten ihrer Fertigung ins grenznahe Ausland zu verlegen oder diese Produkte aus Fernost zu beziehen. Nur durch die Fortsetzung von Innovation, Erfindergeist und Fleiß unserer Altvorderen, sowie durch die Erhaltung, Gewinnung und Ausbildung von Fach- und Führungskräften für die Unternehmen, können wir auf Dauer die Attraktivität als Industriestandort sichern.

Lüdenscheid besitzt heute außer seiner Industrie ein modernes Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum und ist zugleich der gesellschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des Märkischen Kreises. Eine gute Infrastruktur und die Einbettung in eine herrliche Mittelgebirgslandschaft bieten den 81.000 Einwohnern wie auch Gästen vielfältige Möglichkeiten.

Lüdenscheid ist ein attraktives Einkaufszentrum. In der großzügig angelegten Fußgängerzone wird der Einkauf zum Erlebnis. Kaufhäuser, das moderne Stern-Center, Fachgeschäfte und Boutiquen überraschen mit beispielhaften, stets aktuellen Angeboten.

 

 Fußgängerzone

 

Herrliche, mit reichlich Stuck verzierte Giebelhäuser verschönern das Lüdenscheider Stadtbild. Alle Neubauten dieser Jahre waren vom Zeitgeist geprägt, dem neoklassizistischen „wilhelminischen" Stil der Gründerjahre. Man mag ihre Stuckfassaden manchmal als überladen empfinden, aber sie verraten doch Sorgfalt und Liebe zum Detail und wirken heute - nach 120 Jahren - mit einem farblich abgesetzten Anstrich, überraschend frisch und gekonnt, ja festlich, im Gegensatz zu der oft zu nüchternen und sachlichen Bauweise heutzutage. Sie verraten in sich das Selbstbewußtsein eines Bürgertums, das viel erreicht hatte und natürlich auch in der Gefahr stand, sich selbst zu überschätzen und das Maß zu verlieren.

 

Blick auf reich verzierte Schaugiebel

 

Ehemaliges im klassizistischen Stil erbautes Wohnhaus der Familie Wehberg, das unter Denkmalschutz steht.

 

Mit viel Stuck verzierte Häuser verschönern das Stadtbild.

 

Lüdenscheider Zeppelin - Gymnasium

Seit 1989 steht das Bauwerk auf dem Staberg unter Denkmalschutz. In dieser Bezeichnung wird die Erinnerung daran festgehalten, dass in Lüdenscheid seiner Zeit das Gerippe des ersten Zeppelin-Luftschiffes entstanden ist. Peter-Otto Wehberg besuchte dieses Gymnasium bis 1957. Das Zeppelin - Gymnasium hat, wegen seiner effizienten Ausbildung, einen guten Ruf.

 

Lüdenscheider Zeppelin - Gymnasium erbaut im neoklassizistischen Stil.

 

Es ist zu wünschen, dass in Zukunft das engagierte Lehrpersonal dem Zeppelin - Gymnasium weiterhin zur Verfügung steht, damit den nachfolgenden Schulgenerationen ebenfalls ein fundiertes Wissen vermittelt werden kann

 

Die historisch restaurierte Altstadt mit ihren romantischen Fassaden und gemütlichen Lokalen zieht Besucher aus nah und fern an.

Die Altstadt um ihre ehrwürdige Erlöserkirche herum wurde vor einigen Jahren vor Baggern gerettet und stattdessen mit viel Butzenscheiben- Romantik saniert.

 

Aus der ehemaligen Bäckerei in der Altstadt wurde eine gut besuchte Gaststätte, eine von vielen in der Innenstadt

 

In großer Anzahl zieren Plastiken im Freien schon seit mehr als 100 Jahren das Stadtbild von Lüdenscheid. Oben: "Erwachender", Bronzeplastik auf dem Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege.

 

Lüdenscheid verfügt über eine Reihe von Museen und Galerien, die geeignet sind, der ganzen Familie in der Freizeit Unterhaltung zu bieten. An keinem anderen Platz kann man Lüdenscheid so schnell und gut kennenlernen wie im Stadtmuseum. Hier wird der Lüdenscheider Industrie besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Zweihundert Jahre Industrie haben die Stadt groß gemacht und das Leben in ihr bestimmt. Aus der Vielfalt der hergestellten Produkte wird der Metallknopf besonders hervorgehoben. Mehr als ein Jahrhundert galt Lüdenscheid als Knopfstadt. Für Mode und Uniform lieferte Lüdenscheid Knöpfe in alle Welt. Hier im Museum wird der Besucher mit einer schier unübersehbaren Mannigfaltigkeit und Fantasiereichtum der Knopfherstellung überrascht.

In Lüdenscheid wurden und werden Orden und Abzeichen für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke hergestellt; so auch der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und exklusiv seit seiner Stiftung im Jahre 1951 das Bundesverdienstkreuz.

Lüdenscheid galt lange als Knopfstadt. Ab etwa 1785 bis nach dem Zweiten Weltkrieg war die Herstellung von Metallknöpfen einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Lüdenscheider Knöpfe wurden nach Rußland, China und Australien exportiert. Die Knöpfe wurden zum Teil in Heimarbeit gefertigt. Weitere Branchen, wie die der Graveure und Werkzeugmacher, lebten ebenfalls von der Knopfherstellung. Die Knopfherstellung hat heute keine große Bedeutung mehr.

 

 

Die Stadt Lüdenscheid ist seit Jahrhunderten berühmt für ihren im Mittelalter produzierten Osemund, das als bestes Eisen der Welt galt. Daraus entwickelten sich bis zum 19. Jahrhundert hunderte von kleinen und mittleren Fabriken in Lüdenscheid und unzählige kleine Schmieden an den Flußläufen der Lenne, der Volme und der Verse,die die Wasserkraft für ihre Maschinen nutzten, mit denen sie aus diesem Osemund Hacken, Schüppen, Spaten und andere aus Stahl gefertigte Gerätschaften herstellten. Die kleinen Fabriken waren in Lüdenscheid so zahlreich, daß bald die Sage entstand, der erste in Lüdenscheid zur Welt gekommene Bürger habe sich fragend mit dem Satz: "Und wo ist mein Fabriksken?" an den lieben Gott gewandt!

 
 

Der Bremecker Hammer im oberen Versetal, eine Außenstelle des Stadtmuseums, ist in den Sommermonaten geöffnet. Alljährlich zieht er Tausende von Besuchern an, besonders an den Schmiedetagen, an denen in der Handschmiede an den wasserradgetriebenen Schwanzhämmern und den von Transmissionen angetriebenen Fallhämmern gearbeitet wird.

 

Der industrielle Fortschritt hat natürlich auch in Lüdenscheid nicht halt gemacht. Während, wie bereits erwähnt, in früher Zeit die Eisengewinnung und die sich daraus entwickelte Schmiedeindustrie der hauptsächliche Bestandteil war, wodurch sich die Menschen ihren Lebensunterhalt verdienten, bestimmt seit Jahrzehnten das verarbeitende Gewerbe die mittelständische Wirtschaftsstruktur.

Branchenschwerpunkte bilden die Elektrotechnik. 1887 kann hier als das Geburtsjahr der elektrotechnischen Industrie bezeichnet werden. Die damalige Firma Jaeger & Fischer begann mit der Herstellung elektrotechnischer Erzeugnisse, wie Schalter, Fassungen, Sicherungen und Steckdosen. Erfindergabe führte sehr bald zu einer Vervollkommnung der Artikel und Vergrößerung des Programms. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden weitere Unternehmen, die elektrotechnische Erzeugnisse herstellen.

Weitere Industriezweige sind die Kunststoffindustrie und die Metallverarbeitung. Die Metallverarbeitung ermöglichte es, dass seit Jahrzehnten bei Wehberg Safety GmbH sogenannte Berstscheiben hergestellt werden, die in der gesamten Welt, auch in Fernost und in China, ihre Abnehmer finden. Der Exportanteil liegt seit Jahren bei mehr als 70%.

Auch die Licht- und Leuchtenindustrie genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Sie zählt zu den wichtigen Branchen in Lüdenscheids Wirtschaft. Beleuchtungs-Systeme Lüdenscheider Unternehmen finden weltweit Anerkennung. Ein Unternehmen entwickelt vorzugsweise Lichtlösungen für Großprojekte; so auch für weltberühmte Museen, wie z.B. den Prado in Madrid oder auch den Louvre in Paris. Dort setzt Licht aus Lüdenscheid die gläserne Pyramide ins rechte Licht.

Ergänzend zur aufwändigen, denkmalgerechten Restaurierung erhielt das Brandenburger Tor, das Wahrzeichen der Hauptstadt Berlin, auch eine komplett neue, hochmoderne Beleuchtungsanlage. Lichtwerkzeuge der Firma ERCO spielen einen entscheidenden Part in einem Lichtkonzept, das in seiner Qualität der großen Bedeutung dieses Bauwerks gerecht wird.

 

Wer Kinder hat, der kennt sie mit Sicherheit - die beliebten Siku-Autos Die Heimat dieser originalgetreuen und maßstabsgerechten Spielzeugautos ist Lüdenscheid. Zu Tausenden gehen sie täglich weltweit über die Ladentheken und verbreiten auf diese Weise das Kfz-Kennzeichen des Märkischen Kreises, dessen Kreisstadt Lüdenscheid ist.

 

Lüdenscheid gilt auch als die Wiege der Aluminiumindustrie. Sie ist auf's engste mit dem Kommerzienrat, Carl Berg, (1851- 1906) verbunden. Carl Berg schuf die Voraussetzungen für die industrielle Verwertung. Lüdenscheid wurde damit zum Geburtsort der weltweiten Aluminiumindustrie. Ursprünglich wurde das Material für die Knopffabrikation verwand. Millionenfach wurden Knöpfe an das deutsche Heer geliefert. Außerdem wurden aus Aluminium Beschläge für Manschaftszelte hergestellt und geliefert.Gleichzeitig begann die Produktion von Kochgeschirren, Feldflaschen und Trinkbechern, ebenfalls für deutsche, europäische und außereuropäische Heere.

Der Graf Zeppelin ließ durch seinen Lüdenscheider Förderer Carl Berg hier seine Luftschiffe bauen. Die Einzelteile des ersten Zeppelins wurden im Werk Werdohl-Eveking angefertigt. In einem dreistöckigen Holzschuppen auf dem Gelände der Berg'schen Fabrik in der Wiedenhofstraße in Lüdenscheid wurden nacheinander 18 einzelne Zellen montiert, die anschließend mit der Eisenbahn an den Bodensee geschickt wurden, wo sie in einer schwimmenden Halle in der Nähe von Friedrichshafen zum Gesamtgerüst des ersten Zeppelins zusammengefügt wurden. Das erste Luftschiff hatte eine Länge von 128 m, einen Durchmesser von 12 m und 2 Motoren. Die ersten Zeppeline strandeten schon nach wenigen Probefahrten und mußten abgewrackt werden. 1909, 1929 und 1930 überflogen Zeppeline Lüdenscheid, um der Stadt und dem Erbauer seiner Vorgänger mit einem Senken der Nase Ihre Reverenz zu erweisen.

Zahlreiche Freizeiteinrichtungen steigern Lüdenscheids Attraktivität. Besonders zu erwähnen ist das neugebaute Saunadorf auf über 12.000 m², das täglich von vielen auswärtigen Gästen besucht wird. Daran grenzt an das Frei- und Hallenbad Nattenberg, das Mehrzweckstadion, sowie Tennisanlagen und Reithalle mit Turnierplatz.

In landschaftlich reizvoller Lage liegt das Barockschloss Neuenhoff, Sitz der Herren von Neuhoff, des bedeutendsten Adelsgeschlechts von Lüdenscheid, das mit seinem Park anschaulich Bedeutung und Lebensweise des Adels vermittelt. Noch heute befindet es sich im Besitz der Nachfahren.

 

 

Ein weiteres Schloss, das Schloss Oedental, befindet sich nordwestlich von Lüdenscheid.

 

 

Beide Schlösser sind herrliche Ausflugsziele.

Haus Rhade im Volmetal ist der älteste überlieferte Adelssitz des gesamten Raumes. Es gehörte im hohen Mittelalter zum Heribert-Kloster in Deutz. Auf diesem Adelssitz war Abel Wehberg, der Ur-, ur-, ur-, ur-, urgroßvater von Peter Otto Wehberg, viele Jahre von 1710 - 1744 als Verwalter tätig.

Im Süden der Stadt liegt die Versetalsperre. Auf verkehrsfreien Wegen finden sich hier - wie rund um die Stadt - Möglichkeiten zu ausgedehnten und erholsamen Spaziergängen. Man kann in Ruhe Sauerstoff tanken. Fuelbecker-, Fürwigge- und Jubachtalsperre sowie das Gebiet um den Aussichtsturm Homert (539 m NN) und das nahegelegene Ebbegebirge sind Sommer wie Winter reizvolle Ausflugsziele.

  

Eindrucksvoll spiegelt sich das Ufer im Wasser der Versetalsperre.